Aktuell

Aufgrund der Corona-Situation befindet sich unser Haus im eingeschränkten Regelbetrieb.

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Im Morgenkreis feiern wir Erntedank mit Singen, Beten und Theater. Danach geht es ans Arbeiten - in den Gruppen wird gebacken und Kräuterquark hergestellt. Große und kleine Köchinnen und Bäcker laufen durchs Haus. Bei herrlichem Wetter gibt es Essen im Freien. „Es hat lecker geschmeckt!“ ruft mir ein Kind beim Abräumen entgegen. Im sonnigen Garten Kuchen genießen - wir haben so viel, dass auch Eltern beim Abholen zugreifen können. Am darauffolgenden Montag zieht die Hasengruppe mit einem großen Bollerwagen los, bringt die Gaben zu Advita - der Tagespflege ganz in der Nähe. Dort werden sie herzlich empfangen und das Theaterstück über die Rübe erfährt großen Applaus.

Die Schmetterlingsgruppe hat Erntedank noch anders gefeiert: Die Familien waren an einem sonnigen Wochenende Äpfel auflesen. Inzwischen ist der Saft gepresst und verkostet. Natur erleben, Achtsamkeit üben, Dinge selber tun, Köstlichkeiten herstellen mit den eigenen Händen - Montessori lässt grüßen.

Äpfel brauchen Wärme zum Gedeihen. Eltern geben ihren Kindern Wärme, schenken ein Zuhause. Auch wir im Kinderhaus wollen den Kindern Wärme geben - das braucht gegenseitiges Vertrauen. Wir geben Raum, um Selbstvertrauen zu entwickeln und sich zu entfalten. Viele Gaben kommen zum Vorschein hier im Kinderhaus: Da sind die ersten Worte in Deutsch, begeistertes Gedichte-Ansagen, fröhliches Lieder-Mitsingen, Buchstaben- und Zahlen-Entdecken und noch so viel mehr - das ist pure Lebensfreude.

Da sind viele Äpfel - große und kleine, dicke und dünne, rote und gelbe, wurmstichige und fast perfekte - Gemeinschaft wächst: in gemischten Gruppen helfen große Geschwister bei der Eingewöhnung, Freundschaften entstehen, die Igelkinder laden die Hasen und Schmetterlinge zum Morgenkreis ein – unser Jahresthema passt dazu:
„Gemeinsam geht es besser – mit Jesus durchs Jahr“.

Zum Klausurtag haben wir im Team Ideen entwickelt, wie wir eintauchen können in die Welt von Jesus: Was können wir von ihm erzählen? Was passierte eigentlich zwischen der Geburt im Stall und dem Sterben am Kreuz? Und was wollen wir gemeinsam tun? Welche Spiele machen nur zusammen Spaß? Was kann ich gut - was kannst du gut? Was heißt aufeinander achtgeben? Wie können Kinder die anderen Gruppen noch mehr entdecken? Wollen wir zusammen einen Kinderhausgottesdienst feiern?

Der Herbst hat nicht nur eine sonnige Seite - da werden auch die Bäume kahl, liegengebliebene Äpfel beginnen zu faulen - das Kirchenjahr geht mit dem Totensonntag zu Ende. Der Tod - auch er gehört zum Leben dazu. Machen wir vielleicht einen Friedhofsbesuch? Wir wollen Tränen und Schmerzen nicht ausblenden, Stürme erleben, Scheitern und Fehlermachen erkennen. Nicht alles geht leicht von der Hand, Konflikte bleiben nicht aus - auch das ist unser Kinderhaus. Es gibt Brüche und Aufbrüche, stürmische Zeiten - Coronazeiten. Vieles, was wir uns vorgenommen haben, geht deshalb nicht. Das macht wütend oder lässt resignieren - Brüche und Aufbrüche - Neues kann entstehen. Noch ganz unscheinbar. Manches braucht viel Zeit und Geduld. Und doch sind schon bald wieder Knospen zu entdecken.

DANKE sagen - mitten im Sturm - das wünsche ich uns. Perspektivwechsel wagen, den Blick erheben, den unscheinbaren Dingen Aufmerksamkeit schenken - das lehren uns gerade unsere Kinder. Gott schenkt uns so viel, wir können und brauchen nicht alles selber tun - Gott sei DANK - Erntedank!

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